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Verner Panton-Collection | Objektmöbel

Eine Zeit voller Visionen

Mit seinen wegweisenden Ideen und Konzepten hat er der grauen Eintönigkeit des Alltags eine Welt von Farbe, Form und Licht entgegensetzt: Verner Panton zählte zu den wichtigsten Entwurfspartnern von VS. Aus der engen Zusammenarbeit der letzten Jahre sind bedeutende Stuhl-Entwicklungen hervorgegangen.

1926

Verner Panton wird am 13. Februar 1926 in Gamtofte auf der Insel Fünen / Dänemark geboren.

1947

Architekturstudium an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen. Eines seiner großen Themen von Anfang an: Farbe als Gestaltungsmittel.

1950

Er heiratet die Stieftochter Poul Henningsens. Die Ehe hält nur kurz, der dänischen Designlegende Henningsen bleibt Panton lebenslang verbunden.

1950

Maßstabsetzendes Design von VS: Der Holzkufenstuhl wird in den folgenden Jahrzehnten zum oft kopierten Original – wie später auch der Panton-Chair aus Kunststoff.

VS-Produkt

1950

Als Mitarbeiter im Büro des Architekten und Designers Arne Jacobsens ist Panton direkt an der Entwicklung des legendären Ameisen-Stuhls beteiligt.

1953

Im VW-Bus
durch Europa

Inspirationen für das Design von morgen – Verner Panton unternimmt Mitte der 1950er Jahre, nach seiner Tätigkeit im Büro von Arne Jacobsen, mehrere Reisen in Europa. Unterwegs ist er in einem VW-Bus mit mobilem Zeichenbüro, um sich einen Überblick über das internationale Design zu verschaffen und neue Kontakte zu knüpfen.

1953

Von ersten kommerziellen Erfolgen kauft Panton einen VW Bus, baut sein Zeichenbüro ein und nutzt ihn für ausgedehnte Europareisen.

1955

Panton gründet sein eigenes Büro; beim renommierten dänischen Möbelhersteller Fritz Hansen gehen seine ersten Stühle in Produktion.

1956

Panton beteiligt sich an einem Möbel-Designwettbewerb; hier entstehen Grundkonzepte für viele seiner späteren Serien.

1957

Ein von Panton entworfenes zerlegbares Wochenendhäuschen, das auch als Garage genutzt werden kann, wird in Kleinserie produziert.

1958

Sitzen in einer Vase – Prototyp »Drahttüte«

Als Variante des Tütenstuhls konzipiert: die Drahttüte, die programmatisch mit allen Regeln des Stuhldesigns bricht – in der Verwendung des Drahts als sichtbarem Material, in der eigenwilligen Kegelform und der offenen Gestaltung. Ein Stuhl, der gleichsam aus dem Boden herauszuwachsen scheint.

1958

Beim Wire Cone Chair experimentierte Verner Panton mit der Kegelform und dem unkonventionellen Einsatz von Draht.

1960

Ikone mit Sex-Appeal – Panton Stuhl

Wenn Panton etwas konzipierte, wollte er nicht nur ein Detail verändern – vielmehr ging es ihm darum, ganz neue Möglichkeiten auszureizen. Das zeigte er schon mit dem Panton Stuhl, der ihn mit einem Paukenschlag berühmt machte – weltweit der erste frei schwingende Stuhl aus Kunststoff.

1960

Verfahrensinnovation von VS: Mit dem LIGNOdur-Verfahren revolutioniert VS die Schultischplatte. Auch Panton war stets an innovativen Materialien interessiert.

VS-Produkt

1961

Spiel mit dem Licht – Pendelleuchte
VP-Globe

Kaum ein Möbeldesigner hat sich so intensiv mit Leuchten beschäftigt wie Verner Panton. Kreis und Kugel sind dabei seine grundlegenden Formmotive – bei der VP Globe sogar bis hin zur Namensgebung. Das Ergebnis ist ein ebenso raffiniertes wie poetisches Spiel mit dem Licht.

1961

Panton präsentiert seine Möbel, Leuchten und Textilien umfassend in der dänischen Design-Zeitschrift Mobilia.

1963

Panton zieht nach Basel, Kontakt mit Vitra in der Entwicklung des Panton Chairs.

1969

Phantasie verwandelt Zweckbau – Spiegel Verlagshaus

Kernstück von Pantons revolutionärer Gestaltungskonzeption war eine Differenzierung der Büroetagen mit Hilfe der Farbgebung. Sein farbenfroher Kontrapunkt zur nüchtern-grauen Architektur eröffnete einen bis dahin ungeahnten Gestaltungsspielraum.

1969

Eines seiner bis dahin größten und repräsentativsten Projekte: die 1969 realisierte Gestaltung des Spiegel Verlagshauses.

1970

Abschied vom traditionellen Wohnen – Phantasy Landscape / Visiona 2

Möbelmesse Köln – Boden, Wand, Decke und Möbel wie aus einem Guss: Panton verzichtete in seinem Beitrag zur Visiona-Ausstellung weitgehend auf herkömmliche Einzelmöbel und die traditionelle, funktional orientierte Raumteilung.

1970

Mit der Ölkrise der 1970er Jahre gerät der Einsatz von Kunststoff in die Kritik. Im Möbeldesign führt das zu einer fundamentalen Neuausrichtung.

1974

Textile Inszenierung
des Wohn- und Lebensraumes

Raumkonzept, übersetzt in serielles Prinzip: visuelle Phänomene werden in textilem Design umgesetzt. Wand, Boden und Decke sind gleich wertig für den Gestalter Verner Panton – sie tragen alle zum umfassenden Gesamtkonzept des Raumes bei.

1974

VS bringt den Luftpolsterstuhl mit Sitz-Lehnen-Schale aus doppelwandig geblasenem Polypropylen. Diese LuPo-Technologie hat Panton für seine VS-Stühle aufgegriffen.

VS-Produkt

1979

Spiel mit der Geometrie – Textildesign

Farbmagier als Raumgestalter: Nicht das Gestalten von Textilien stand für Panton im Mittelpunkt, sondern die Gestaltung des Raumes durch Textilien. In der Idee des Gesamtkonzepts haben alle Details ihren festen Platz.

1979

Mit der Sonderausstellung »Pantorama« wird Panton auf der Schweizer Möbelmesse in Basel geehrt.

1984

Bei der Sanierung des Kopenhagener Zirkusgebäudes ist Panton Farb- und Lichtberater.

1985

Mit dem neu etablierten Bereich Büro- und Objekteinrichtungen verbreitert VS die Produktbasis und öffnet sich für neue Designbereiche.

VS-Produkt

1988

Auf der Orgatec in Köln präsentiert VS ein neues Büromöbel: einen Schreibtisch mit Freiformfläche, entworfen von Günter Behnisch.

VS-Produkt

1993

Verner Panton
entwirft für VS

In der Zusammenarbeit Verner Pantons mit VS entstanden ab 1993 verschiedene Stuhlfamilien mit unterschiedlichen Sitzschalen und Untergestellen, die alle einem Prinzip folgten: verblüffend einfach, aber dennoch gekennzeichnet von einer starken und unübersehbaren Identität.

1993

Die gewonnenen Erfahrungen zur Verbesserung der Ergonomie münden später in die Bezeichnung Pantoflex.

1994

Freischwinger reloaded – PantoSwing

Mit dem PantoSwing hat Panton an die große Tradition der frei schwingenden Stühle angeknüpft. Anders als bei üblichen Freischwingern aber neigt sich hier die Sitzfläche – ergonomisch weitaus sinnvoller – nach vorne.

1994

Erstes Ergebnis der Zusammenarbeit von VS mit Verner Panton ist der Freischwinger-Stuhl PantoSwing.

1995

Wiederentdeckung Pantons und Renaissance des Kunststoffs: Ab Mitte der 1990er Jahre ist Pantons Design wieder gefragt, es gibt eine Neuauflage des berühmten Panton-Chairs.

1995

Ein Stuhl muss dynamisch sein – PantoMove

Dynamik als Voraussetzung für Bequemlichkeit – das war das erklärte Ziel von Pantons Entwicklungsarbeit. Der Drehstuhl PantoMove ist in der Sitzhöhe stufenlos verstellbar, ausgestattet mit innovativer 3D-Wippmechanik.

1995

Die Panton Stuhlfamilie wächst: Mit dem Drehstuhl PantoMove wird eine innovative 3D-Wippmechanik entwickelt.

1997

Funktionalität begegnet Emotionalität – PantoFour

Zielvorgabe der Entwicklungsarbeit war für Panton: Stühle sollen uns und unsere Lust zu sitzen möglichst wenig einschränken. Dieses Programm hat er mit den Panton-Stuhlserien für VS überzeugend umgesetzt.

1997

Einen Kontrapunkt gegen die Gleichförmigkeit setzen: Auch beim PantoFour brachte Panton Farbe ins Formenspiel.

1998

Das Wichtigste ist die Idee – PantoStack

Verner Panton ist nicht auf vordergründige Effekte aus, er baut vielmehr auf die funktionale Überzeugungskraft einer Idee. Beim PantoStack setzte er mit der Leichtmetall-Konstruktion den entscheidenden Akzent.

1998

Der elegante Konferenzstuhl PantoStack ist die letzte gemeinsame Entwicklung von VS und Verner Panton.

1998

Zum 100jährigen Jubiläum bezieht VS den von Günter Behnisch geplanten Verwaltungsneubau mit Showroom. Die Panton-Stuhlfamilie wird zum großen Erfolg.

VS-Produkt

1998

Unmittelbar vor seinem Tod demonstriert Panton noch einmal seinen herausragenden Umgang mit Farbe in der von ihm gestalteten Ausstellung im Trapholt Museum, Kolding.

2002

Franco Fontana fotografiert Panton-Stühle von VS. Zentrales Sujet des 1933 in Modena geborenen Foto-Künstlers ist die Landschaft – als Natur- und Stadtlandschaft. In diesen Kontext hat Fontana auch seine Inszenierungen von VS Stühlen eingereiht.

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