
Herr Dr. Wobser, wie wichtig ist bei LAUDA das Lernen?
Lernen startet bei LAUDA am ersten Arbeitstag: Jeder Mitarbeitende erhält einen individuellen Einarbeitungsplan. Begrüßung und Einarbeitung finden vorrangig in Präsenz statt, je nach Terminlage und Einsatzbereich ergänzt um Videos der Bereichsleitungen.
Lernen bleibt danach dauerhaft wichtig – für neue IT-Systeme, Prozesse und Gerätelinien. Aber auch über den wirtschaftlichen Einsatz von KI und moderne Führungskompetenz. Das Lernen erfolgt oftmals direkt am Arbeitsplatz, manchmal online und durch spezielle Präsenz-Trainings für Gruppen oder Einzelpersonen im Sinne ihrer Karriereentwicklung.
Die gemeinnützige, von uns finanziell als Gründungspate unterstützte Futurelabs gGmbH, die ich privat gegründet habe und zusammen mit Sophie Krimmer führe, bietet innovative Lern- und Austauschformate an, die unsere Mitarbeitenden erfreulicherweise außerhalb ihrer Arbeitszeit häufig nutzen.
Wie ermutigen Sie Mitarbeitende, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen, um neue Ideen zu generieren?
Wissen teilen wir aktiv: In unserem Format „Lunch & Learn“ stellen Kolleginnen und Kollegen nach dem Motto eigene Themen vor, beispielsweise Selbstorganisation, Präsentationen mit KI oder die Geschäftskultur in China. Über unser Ideenmanagement „Tracktion „reichen alle Mitarbeitenden Ideen zu allen Themen ein, die dann direkt im Fachbereich geprüft und umgesetzt werden; die besten prämieren wir jährlich. Seit 2020 nutzen wir aktiv als Austauschplattform den Maschinenraum in Berlin, das lebendige Ökosystem für Familienunternehmen.
„Der produktivste informelle Lernort ist unsere Kantine.“
Welche Ecke in Ihrem Gebäude, in Ihren Räumen ist der produktivste Lernort – und warum?
Der produktivste informelle Lernort ist unsere Kantine: Dort verlassen Mitarbeitende ihr Büroumfeld, treffen Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen und entwickeln bei einem frischen Mittagessen neue Ideen. Für gemeinsames Lernen und kreativen Austausch nutzen wir gern unsere Besprechungsräume mit beschreibbaren Wänden und digitalen Whiteboards, wo Inhalte sofort sichtbar werden.
Wann haben Sie persönlich zuletzt etwas im Büro gelernt, das Sie nicht erwartet hätten?
Meine Lernmomente entstehen oft im Austausch mit anderen Kulturen und mit jungen Menschen – im Büro bei LAUDA, auf Geschäftsreisen ebenso wie in der durch VS ausgestatten Werkstatt der Futurelabs gGmbH. Junge Menschen gehen Aufgaben anders an: Sie probieren früher aus, verwerfen schneller und stellen Fragen, die eingespielte Abläufe auf den Prüfstand stellen. Diese Impulse nehme ich unmittelbar mit in unser Familienunternehmen. Lernen funktioniert in beide Richtungen.
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